Unserer Werkstatt hat Zuwachs bekommen. Wir haben jetzt eine Gerätschaft, mit der wir Scheibenbremsen messen und kontrolliert einbremsen – statt wie bisher nach Gefühl auf der Straße.
Warum Einbremsen überhaupt nötig ist
Frische Bremsbeläge und neue Scheiben bringen ihre volle Wirkung nicht sofort. Erst wenn sich beim Einbremsen eine gleichmäßige Schicht Belagmaterial auf die Scheibe überträgt, packt die Bremse so zu, wie sie soll. Passiert das ungleichmäßig, bleibt sie schwach, rubbelt oder quietscht – und viele fahren monatelang damit herum, ohne zu wissen, dass mehr drin wäre.
Bisher passiert dieser Einlaufvorgang auf den ersten Kilometern nach der Reparatur. Wie gut er gelingt, hängt davon ab, wie und wo gefahren wird. Mit dem neuen Gerät machen wir das direkt bei uns – gleichmäßig und jedes Mal auf dieselbe Weise.
Messen statt vermuten
Der zweite Teil ist die Diagnose. Wenn eine Bremse schleift, ungleich zieht oder einfach nicht mehr richtig verzögert, war das bislang Erfahrungssache. Künftig können wir die Bremsleistung überprüfen und sehen, ob tatsächlich ein Problem vorliegt oder ob alles im Rahmen ist.
Besonders für E-Bikes
Je schwerer und schneller ein Rad ist, desto mehr muss die Bremse leisten. Bei E-Bikes lohnt sich der genaue Blick deshalb am meisten – ebenso nach jedem Wechsel von Belägen oder Scheiben.

